Thomas – ein Un-Mensch ?!

Unvollendet - unmöglich - unausstehlich - unverwüstlich – unglaublich - unersetzlich

Thomas der Unvollendete, das Fragment: Seine Begabungen im musischen Bereich sind einfach zu umfassend als dass dieser Mensch jemals vollendet sein könnte. Um diese These zu manifestieren seien hier die Instrumente aufgezählt, die Thomas jeweils über einen Zeitraum von zwei bis sechs Wochen spielte (es gab kein Instrument , was er länger als sechs Wochen spielte und eine Aufzählung jener, die er kürzer als eine Woche spielte würde den räumlichen Rahmen schlichtweg sprengen). Klein Mozart begann seine Karriere zunächst mit dem Akkordeonspielen. Nach oben beschriebenem Zeitraum folgte dann das Keyboard, was den Vorteil bietet, dass man es nicht tragen musste. Des Übens leid, schaffte sich unser Musikus schließlich eine Fanfare an, die den folgenden Vorteil bot (O-ton Thomas): "Da muß mer net soviel Üben, da gibt’s nur drei Töne!" Zudem konnte sich der Spielmannszug St. Otto über ein neues, trinkfreudiges (?) Mitglied freuen. Die Freude währte freilich nicht lange, denn unser musikalischer Genius war bereits auf den Hund, äh die Gitarre gekommen. Der Weg führte dann über die Akustik-Klampfe zur E-Gitarre, die seitdem ein nach meinem Wissensstand eher ungenutztes Dasein in seinem Zimmer fristet.

Thomas der Unmögliche: Die Dreistigkeit, mit welcher ein hellblauer Ford-Ka kurz vor 8 Uhr auf den Lehrerparkplatz rumpelt, grenzt schon fast an eine Provokation. Hier muss es sich wirklich um einen völlig abgebrühten Typen handeln, denkt sich der unvoreingenommene Beobachter. Früher spielte sich selbige Szenerie noch mit einem zunächst roten, später grünen Roller ab (oder sollte man dieses Fahrzeug lieber Panzer schimpfen?). Da der Auspuff dieses Gefährts meistens nur als Attrappe fungierte oder bisweilen vom Roller fiel, ließ sich in der Schule die baldige Ankunft des Herrn Müller schon erahnen, wenn er noch Häuserblocks entfernt war – unmöglich!

Thomas der Unausstehliche: Sollte bei Thomas etwa der Satz: "Den Teufel spürt das Völkchen nie und wenn er sie beim Kragen hätte" zutreffen?! Auf Grund der nicht abschätzbaren Tragweite dieser These bleibt eine Ausarbeitung offen. Für evtl. auftauchende Fragen diesbezüglich stehen jedoch sowohl seine Mutter als auch seine Freundin Julia gerne bereit.

Thomas der Unverwüstliche: "Seh ich mein Cali in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht." Dieser, in Anlehnung an Heine gesprochene Satz läßt schon erahnen, um was für einen Partylöwen es sich bei Thomas handelt. Trotz alle dem hielten sich seine cali-bedingten Fehlzeiten in der Schule durchweg in Grenzen. War er einmal morgens noch zu besoffen um mit dem Bus o. ä. in die Schule zu kommen, belästigte er eben kurzerhand seinen "Freund" (auch wenn es dem keinen Deut besser ging): "Kannst Du mich mit in die Schule nehmen, mein Auto steht noch in der Stadt und mein Schulranzen liegt auch drin!"

Als er an selbem Tag schließlich noch die Treppen zur Haupthalle hinauffiel stand eines fest:

Den Mann haut nichts um, der ist unverwüstlich.

Thomas der Unglaubliche: Hier eine stichpunktartige Darstellung einiger unglaublicher Geschichten:

Spicker: Da soll noch mal einer sagen, Schüler wären nicht kreativ. Thomas schickte sich an, stets das Gegenteil zu beweisen und wurde dabei nur einmal erwischt (zu dumm nur, dass es ausgerechnet unsere mittlerweile pensionierte Reli-Wuchtbrumme war und Oli daran schuld war, weil er den fachgerechten Umgang mit der Spickmethode noch nicht beherrschte!).

Verweis: Den ersten gab´s in der sechsten Klasse wegen "Runterziehen der Hose eines Mitschülers im Sportunterricht", weitere folgten – und dies nicht zu knapp. Das Porto dafür hätte sich die Schule eigentlich auch sparen können, denn Thomas gingen die Verweise immer meilenweit am A.... vorbei.

Mädchen: Sie waren der Grund für seine plötzliche, unvorhergesehene Abreise aus dem Landschulheim in der vierten Klasse und des weiteren Grund für so manchen Ärger in seinem späteren Leben.

Bescheißen: Darin war er schon immer groß. Er war der einzige Schüler, der die pädagogisch ach so wertvollen Strafarbeiten des Herrn Horn (Abschreiben einer Seite aus dem Buch) bereits 1992, zu einer Zeit, zu der 99 % der Lehrer noch mit dem Rechenschieber hantierten, im Computer einscannte und in einer anderen Schriftart ausdruckte.

Thomas der Unersetzliche: Wer nun meint, unser Jahrgang habe es mit einem Unmenschen zu tun gehabt, der irrt. Mit seinem Abitur wird die Schule ein Unikum verlieren, das Aufgaben weit über die offiziellen Pflichten hinaus annahm. Er hatte wirklich überall die Finger drin. Er agierte in der SMV, als Jahrgangssprecher, beim Sport (Rudern, Basketball, Leichtathletik), im Chor und im Theater. Auch für die Probleme seiner Freunde war er stets da (die Lobeshymne kostet Dich ´ne Kleinigkeit, zu zahlen in Form flüssiger Naturalien!).

Oli