Die Metamorphose des kleinen Ägypters

- schüchtern – klein – unschuldig -

Alle, die unseren Kerim heute noch so einschätzen, sind nicht mehr auf dem neuesten Stand. War Blondlöckchen früher eher unauffällig - in der Mittelstufe dann aufmüpfig, was gewisse Äußerungen manchen auserwählten Lehrkräften gegenüber beweisen (Irmi) – so hat er mittlerweile den Ernst des Lebens erkannt: Schule steht nicht mehr an erster Stelle, sondern hinter anderen wichtigeren Faktoren wie Frauen oder Liebesleben, was auch sein Lebenswandel beweist. Dies erklärt auch, dass er nicht mehr auf jeder Feier anzutreffen ist, sondern lieber ruhige Abende im Hause D. verbringt. Obwohl sein Repertoire ausschließlich Blondinen umfasst, streitet er dies heftigst mit einer angeblichen Vorliebe für Dunkelhaarige ab (² Ich steh´ doch auf den südländischen Typ!² ).

Größte Priorität hatten in alten Zeiten für ihn tiefe Abstürze auf exzessiven Schwimmerparties und die allsamstäglichen Abende im Live-Club (der Alkoholpegel wurde zuvor im Schlenkerla angehoben). Sein sonst so bewährtes Durchhaltevermögen wurde während der Pragreise auf eine harte Probe gestellt. Nach längerer Suche fand man ihn endlich in einem unzurechnungsfähigen Zustand im Gebüsch. Nicht zu vergessen sind hoffnungslose Liebschaften, für die er Rosenkavalier zu spielen plante (jene Auserkorenen erfuhren jedoch erst von seinen besten Freunden von ihrem Glück). Erwähnenswert ist noch das Nacheifern von Idolen (² Ich bin jedem Trend voraus!² Anm. d. Verf.: Uns stellt sich die Frage, ob der Trend nicht gerade von diesen Idolen kopiert wurde).

Heute opfert er seine Zeit globalpolitischen Problemen (Lewinsky Affäre ² Fett grrrraß die Alde² ) und dem wundervollen Blättchen des KHG´s (Kaiserschmarrn). Für dieses entzog er als Chefredakteur schon mal seine Aufmerksamkeit dem aufregenden Unterrichtsgeschehen. Stets hatte er ein offenes Ohr für die Probleme und Beziehungskisten seiner Freunde (² Wie geht´s ´n, Schneckla? ² , ² Was läuft ´n kleiner Stricher? ² ). Es bleibt uns bis heute ein Rätsel, wie sich manch intime Details bereits kurze Zeit später zum öffentlichen Diskussionsthema entwickelt hatten.

Abschließend bleibt uns noch zu sagen, dass wir sowohl die unterhaltsamen Schulstunden als auch die anderen genialen Aktivitäten mit dir vermissen werden. Wir freuen uns schon auf die nächste Gelegenheit ein Fässchen mit dir anstechen zu können und nicht nur das....(Ägypten wir kommen!!).

Clemens, Valie, Ise